Feinstaubbelastung in Oldenburg

Eigene Messung in Eversten

Nach dem internationalen Air Quality Index der United States Environmental Protection Agency wird bei dem auf 24 Stunden gemitteltem Feinstaub mit der Größe P10 (hellblaue Fläche und orange Line:3-Punkt-Durchschnitt) bis 54 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft (rote horizontale Line) und bei den kleineren P2.5-Partikeln (schwachrosa Fläche) bis 12 Mikrogramm (graue horizontale Line) pro Kubikmeter Luft noch von einer guten Luftqualität gesprochen.

In der EU gilt dagegen seit 2005 ein Grenzwert für Feinstaub in der Außenluft von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft, der über den Tag gemittelt nur an maximal 35 Tagen im Jahr überschritten werden darf. Gleichzeitig darf der über ein Jahr gemittelte PM10 Feinstaub nicht 40 Mikrogramm/m3 übersteigen. Diese gilt dann auch nach der Verordnung über Luftqualitätsstandards und Emmissionshöchstmengen vom 2.8.2010. Hier ist außerdem für die kleinen PM2.5 Partikel seit 1.1.2015 ein jährlich gemittelter Grenzwert von 25µg/m3 festgelegt.

Für die PM10 Partikel sind in der Grafik als dunkelgrüne Line der über den Tag gemittelte Wert der eigenen Messung hier in Oldenburg Eversten, sowie die der offiziellen Messung  am Theaterwall (als hellgrüne Linie) dargestellt. Die EU Grenzwerte werden überschritten, wenn diese Kurven 45µg/m3 überschreiten.

Der Richtwerte der WHO sind übrigens strenger für die kleineren Partikel: PM2.5 im Jahresdurchschnitt: 10µg/m3 , 25µg/m3 im 24h Schnitt, für PM10: 20µg/m3 im Jahresmittel 50µg/m3 im 24 Stundenmittel.

Zukünftige Trends im Glücksspiel Was erwartet uns

Zukünftige Trends im Glücksspiel Was erwartet uns

Technologische Innovationen im Glücksspiel

In der Welt des Glücksspiels zeigen technologische Innovationen eine beeindruckende Entwicklung. Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR) verändern die Art und Weise, wie Spieler Casino-Erfahrungen wahrnehmen. Diese Technologien ermöglichen es den Nutzern, in eine immersive Spielumgebung einzutauchen, die das Gefühl eines echten Casinos simuliert. Spieler können sich mit anderen in virtuellen Räumen treffen und ein authentisches Erlebnis genießen, ohne ihr Zuhause verlassen zu müssen. Zusätzlich können Nutzer auf die Plattform zugreifen, indem sie https://revolutslots.app/de/ besuchen und die neuesten Spiele erleben.

Ein weiterer wichtiger Trend ist die Verwendung von Künstlicher Intelligenz (KI), die dafür sorgt, dass Spiele personalisierter und sicherer werden. KI kann Spielergebnisse analysieren und maßgeschneiderte Empfehlungen abgeben, die auf den Vorlieben und dem Spielverhalten der Nutzer basieren. Dadurch wird nicht nur die Spielerfahrung optimiert, sondern auch die Sicherheit erhöht, indem potenziell problematisches Spielverhalten frühzeitig erkannt wird.

Auch die Blockchain-Technologie findet im Glücksspiel Anwendung. Sie garantiert Transparenz und Sicherheit bei Transaktionen und stellt sicher, dass alle Spiele fair sind. Spieler können ihre Einsätze und Gewinne auf einer dezentralen Plattform nachverfolgen, was das Vertrauen in Online-Casinos stärkt. Diese Entwicklungen zeigen, dass die Branche bereit ist, sich an die Bedürfnisse und Erwartungen der modernen Spieler anzupassen.

Wachsendes Interesse an mobilem Glücksspiel

Mobilität wird im Glücksspielsektor immer wichtiger. Immer mehr Spieler bevorzugen es, ihre Lieblingsspiele auf Smartphones oder Tablets zu spielen, was zu einem Anstieg von mobilen Glücksspielanwendungen führt. Diese Apps bieten eine benutzerfreundliche Oberfläche und ermöglichen es den Spielern, jederzeit und überall zu spielen. Die Bequemlichkeit des mobilen Spielens zieht eine breitere Nutzerbasis an, insbesondere jüngere Generationen, die mit Technologie aufgewachsen sind.

Zusätzlich profitieren mobile Plattformen von innovativen Funktionen wie Live-Streaming, das es den Spielern ermöglicht, in Echtzeit an Tischspielen teilzunehmen. Diese interaktiven Elemente schaffen ein Gefühl der Gemeinschaft und erhöhen das Engagement der Spieler. Die Kombination aus einfacher Zugänglichkeit und spannenden Live-Erlebnissen wird dazu führen, dass mobiles Glücksspiel weiter boomt.

Die Entwicklung von 5G-Technologie wird diesen Trend weiter vorantreiben. Mit schnellerem Internet können Spieler hochauflösende Grafiken und reibungslose Animationen erwarten, die das Spielerlebnis erheblich verbessern. Es ist zu erwarten, dass mobile Glücksspielangebote in den kommenden Jahren weiter wachsen und neue Spieler anziehen werden.

Nachhaltigkeit und verantwortungsvolles Spielen

Ein weiterer bemerkenswerter Trend ist der Fokus auf Nachhaltigkeit und verantwortungsvolles Spielen. Immer mehr Glücksspielanbieter setzen sich für umweltfreundliche Praktiken ein, sei es durch die Nutzung erneuerbarer Energien oder die Implementierung umweltbewusster Geschäftsmodelle. Spieler legen zunehmend Wert auf die ethische Verantwortung der Anbieter, was dazu führt, dass nachhaltige Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil haben.

Verantwortungsvolles Spielen wird ebenfalls stärker in den Mittelpunkt gerückt. Glücksspielanbieter investieren in Programme, die Spielern helfen, ihre Spielgewohnheiten zu kontrollieren und potenziell schädliches Verhalten zu vermeiden. Dies umfasst Schulungen, Unterstützung bei Spielsucht und die Integration von Funktionen, die es den Spielern ermöglichen, ihre Einsätze zu begrenzen. Die Branche entwickelt sich in Richtung eines verantwortungsvolleren Ansatzes, was sowohl Spieler als auch Anbieter positiv beeinflusst.

Dieser Trend spiegelt sich auch in den Marketingstrategien wider. Anbieter, die verantwortungsvolle Glücksspielpraktiken fördern, gewinnen zunehmend an Ansehen und Vertrauen in der Öffentlichkeit. Diese Entwicklungen zeigen, dass die Branche bereit ist, Veränderungen zum Wohle der Spieler und der Umwelt zu akzeptieren, was langfristig zu einer besseren Spielerfahrung führt.

Integration von Social Gaming und Gamification

Die Integration von sozialen Elementen in das Glücksspiel wird immer ausgeprägter. Anbieter nutzen Gamification-Elemente, um das Spielerlebnis zu bereichern und Interaktionen zu fördern. Spieler können Punkte sammeln, Abzeichen verdienen und sich mit Freunden messen, was das Engagement erhöht und die Rückkehrquote steigert. Diese sozialen Aspekte machen das Spielen nicht nur unterhaltsamer, sondern fördern auch eine Community rund um die Spiele.

Darüber hinaus wird Social Gaming, das sich auf die Interaktion mit Freunden und Familie konzentriert, immer beliebter. Spieler können Turniere veranstalten oder gemeinsame Spiele spielen, was die soziale Komponente des Glücksspiels stärkt. Diese Entwicklung spricht insbesondere jüngere Spieler an, die Wert auf Gemeinschaft und Interaktivität legen.

Die Kombination aus Glücksspiel und sozialen Plattformen wird die Branche revolutionieren. Spieler suchen nach mehr als nur einem individuellen Erlebnis; sie möchten Teil einer Gemeinschaft sein und ihre Erfolge mit anderen teilen. Anbieter, die diese Elemente erfolgreich integrieren, werden in der Lage sein, sich von der Konkurrenz abzuheben und eine treue Kundenbasis aufzubauen.

Die Zukunft von Revolut Slots

Revolut Slots wird weiterhin an der Spitze der Innovation im Online-Glücksspiel stehen. Mit einer umfangreichen Auswahl von über 4.700 Spielen, darunter Slots, Tischspiele und Live-Dealer-Spiele, bietet die Plattform ein unvergleichliches Spielerlebnis. Das Unternehmen investiert kontinuierlich in die neuesten Technologien und sorgt dafür, dass Spieler stets Zugang zu den besten Angeboten haben.

Ein zentraler Aspekt von Revolut Slots ist der Fokus auf Kundensupport und Benutzerfreundlichkeit. Der 24/7-Kundensupport gewährleistet, dass Spieler jederzeit Unterstützung erhalten, während die benutzerfreundliche App ein mobiles Spielerlebnis von höchster Qualität ermöglicht. Die schnellen Einzahlungs- und Auszahlungsoptionen sorgen dafür, dass Spieler ihre Gewinne zeitnah genießen können, was die Zufriedenheit erhöht.

Mit einem attraktiven Willkommensbonus und zahlreichen Freispielen zieht Revolut Slots neue Spieler an und fördert deren langfristige Bindung. Die Plattform ist bestrebt, die Erwartungen der Spieler zu übertreffen und gleichzeitig ein sicheres und verantwortungsvolles Spielumfeld zu schaffen. In einer sich schnell verändernden Branche wird Revolut Slots eine Schlüsselrolle bei der Definition der Zukunft des Glücksspiels spielen.

Coronavirus disease 2019

COVID-19 is a contagious disease caused by the coronavirus SARS-CoV-2. In January 2020, the disease spread worldwide, resulting in the COVID-19 pandemic.

The symptoms of COVID‑19 can vary but often include fever,[7] fatigue, cough, breathing difficulties, loss of smell, and loss of taste.[8][9][10] Symptoms may begin one to fourteen days after exposure to the virus. At least a third of people who are infected do not develop noticeable symptoms.[11][12] Of those who develop symptoms noticeable enough to be classified as patients, most (81%) develop mild to moderate symptoms (up to mild pneumonia), while 14% develop severe symptoms (dyspnea, hypoxia, or more than 50% lung involvement on imaging), and 5% develop critical symptoms (respiratory failure, shock, or multiorgan dysfunction).[13] Older people have a higher risk of developing severe symptoms. Some complications result in death. Some people continue to experience a range of effects (long COVID) for months or years after infection, and damage to organs has been observed.[14] Multi-year studies on the long-term effects are ongoing.[15]

COVID‑19 transmission occurs when infectious particles are breathed in or come into contact with the eyes, nose, or mouth. The risk is highest when people are in close proximity, but small airborne particles containing the virus can remain suspended in the air and travel over longer distances, particularly indoors. Transmission can also occur when people touch their eyes, nose, or mouth after touching surfaces or objects that have been contaminated by the virus. People remain contagious for up to 20 days and can spread the virus even if they do not develop symptoms.[16]

Testing methods for COVID-19 to detect the virus’s nucleic acid include real-time reverse transcription polymerase chain reaction (RT‑PCR),[17][18] transcription-mediated amplification,[17][18][19] and reverse transcription loop-mediated isothermal amplification (RT‑LAMP)[17][18] from a nasopharyngeal swab.[20]

Several COVID-19 vaccines have been approved and distributed in various countries, many of which have initiated mass vaccination campaigns. Other preventive measures include physical or social distancing, quarantining, ventilation of indoor spaces, use of face masks or coverings in public, covering coughs and sneezes, hand washing, and keeping unwashed hands away from the face. While drugs have been developed to inhibit the virus, the primary treatment is still symptomatic, managing the disease through supportive care, isolation, and experimental measures.

Schwangerschaft und Feinstaub

Laut einer Studie, die gerade in der aktuellen Nature Communications veröffentlicht wurde, können Feinstaubpartikel die Plazentaschranke überwinden. Dabei wurden zehn Frauen während Ihrer Schwangerschaft untersucht und es lies sich messen, dass die Menge der Kohlenstoffpartikel in den Plazenten der untersuchten Frauen den Grad der Feinstaubverschmutzung wiederspiegelt: Höhere Luftverschmutzung = mehr Kohlenstoffpartikel in der Plazenta.

Während diese Studie keine Aussagen über die gesundheitlichen Auswirkungen der erhöhten Kohlenstoffpartikelzahl in der Plazenta für den Fötus macht (hier wurden insbesondere Fehlgeburten untersucht) – berichtet der Spiegel Online in einem Artikel hierzu, dass andere Studien bereits einen Zusammenhang einer hohe Belastung mit Kohlenstoffpartikeln mit einem geringeren Wachstum des Fötus, einem niedrigeren Geburtsgewicht und mit einem höheren Risiko für Fehlgeburten gefunden haben. Eine ältere Studie aus 2013 berichtete bereits für Neugeborende, dass eine erhöhte Luftverschmutzung die Lungenentwicklung und -funktion von Neugeborenen negative beeinträchtigt.

Frontal 21/ZDF: Holzöfen tragen mehr zur Feinstaubbelastung bei als der gesamte Straßenverkehr

Das ZDF Magazin Frontal 21 berichtete am 5.3.2019 über die ca. 11 Millionen Holzöfen, die gegenwärtig in Deutschland betrieben werden. Partikelfilter werden hier nur sehr selten verbaut. Holzöfen stehen im Verdacht insbesondere auch Ultrafeinstaubpartikel (<2.5 Mikrometer) und
polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) mit dem Rauch zu verteilen. Erstere, die besonders tief in den Körper eindringen können, werden von aktuellen Messstationen nicht erfasst. Letztere stehen unter dem Verdacht krebserregend zu sein.

Modere Dieselautos sind mit Partikelfiltern ausgerüstet, so dass deren Abgase zuzmindest für die Feinstaubentwicklung eine untergeordnete Rolle spielen.

Gestern am 2.2.19 weitere Grenzwerzüberschreitung in Oldenburg

Am 2.2.19 erhöht sich wieder mal die Feinstaubbelastung über den Grenzwert (rote Linie). Die hellgrüne Linie ist die offizielle Messung der Stadt am Heiligengeistwall, die dunkelgrüne meine Messung in Eversten.

Gestern Nacht war „Feinstaub-Sylvesterstimmung“ in Oldenburg. Sehr hohe Werte in ganz Oldenburg und auch in ganz Nord-West Deutschland bis runter in den Ruhrpott. Ich arbeite weiter an einer umfangreicheren Auswertung der Messungen. Hier auch noch mal die PM10 Feinstaubmessungen von drei anderen von Bürgern betriebenen Sensoren im vergleich zu meinem an der Hauptstr.

PM 10 Feinstaubmessungen Nahe Krusenbusch, in Kreyenbrück und Ecersten West im Vergleich zu meiner Messung im Zeitraum vom 2.2.19 0:00 bis 2.2.19 24:00. Die Stadt veröffentlich keine einzelnen Messungen – wie hier dargestellt, sondern lediglich gleitende 24h Mittelwerte. Am Anfang der Darstellung wurden bereits deutlich erhöhte Werte >50ug pro Kubikmeter Luft gemessen (bei „guter“ Luft haben wir 10-20 ug) .

„Der Spiegel“ titelt: „Direkt ins Hirn“

Besonders kleine Feinstaubpartikel können aus den Lungenblässchen in die Blutbahn gelangen, welche dann Entzündungsvorgänge im Körper auslösen. Es kann laut den Artikel der aktuellen Ausgabe des Magazins „Der Spiegel“, der sich hier auf Studien bezieht, auch die Blut-Hirn Schranke überwunden werden und auch Alzheimer durch diese Entzündungen ausgelöst werden.

Ich hatte bei der Stadt im letzten Jahr mittels einer Bürgerfrage nachgeforscht, ob an der offiziellen Messstation dieser Ultrafeinstaub gemessen wird. Dies wurde verneint.

Im Artikel wird auch wieder Barbara Hoffmann zitiert, die darauf hinweist, dass die intuitive Annahme einer linearen Dosis-Wirkung-Beziehung für Luftschadstoffe im Allgemeinen nicht gilt. Wie auch bei Zigaretten macht es so z.B. auf das Herzinfaktrisiko nicht so einen großen Unterschied, ob 5 oder 20 Zigaretten täglich geraucht werden. Vielmehr können dahingegen schon „geringe zusätzliche Schadstoffkonzentrationen […] eine große Wirkung entfalten. Wer zum Beispiel als Passivraucher regelmäßig die Feinstaubdosis nur einer Zigarette einatme, erhöhe sein Herzinfaktrisiko bereits um 50%“. Weiterhin: „Ähnlich beim Feinstaub in der Luft: Zusätzliche fünf Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter – ungefähr der Unterschied zwischen Innenstädten und Vororten – reichten aus, um das Risiko eines Infarkts um zehn Prozent zu erhöhen.“

Erste Grenzwertüberschreitung in 2019

Windrichtung; Windstärke (in dm/s) und PM10 Feinstaubbelastung vom 1.1.19 bis zum 27.1.19. Feinstaubbelastungen über dem Grenzwert von 50 ug/m3 sind hellgrün bis gelb.

Passend zu den ersten Feinstaub-Grenzwertüberschreitungen für das Jahr 2019 (vom 23.1-25.1) habe ich nun angefangen nach Quellen für die Feinstaubmessungen in Oldenburg zu suchen. In Hinsicht auf meine Spekulation und auch aktuelle Berichte, die darauf hindeuten, dass die Landwirtschaft ein Hauptverursacher von Feinstaub ist, habe ich mal die Januardaten der Windmessung der Universität Oldenburg mit den PM 10 Feinstaub Messungen der offiziellen Messstation am Heiligengeistwall in Beziehung zu setzen.

Dieser Monat ist interessant, da es in den letzten Tagen zu erhöhten Messwerten kam. Es zeigt sich, dass im Januar erhöhte Feinstaubwerte hauptsächlich bei Wind aus Nordost bis Südwest gemessen wurden und dies bei eher schwachen Winden um bis ca. 4 m/s (ungefährt 14,4 km/h / 3 Bft).

Ich hatte ursprünglich erwartet, dass eher Winde aus Südwest, also aus Richtung Bösel und Frisoythe in Zusammenhang mit erhöhrten Messungen stehen. Bei Gelegenheit werde ich mal weiter in den Daten von 2018 suchen, ob sich hier ein klares Bild ergibt. Auch muss ich noch rausfinden, ob die Windrichtung zwischen Wechloy und dem Zentrum grundsätzlich ähnlich ist.

Die Grafik verwendet die gemittelten (laufendes 24h Mittel zur Grenzwertermittelung) PM10 Werte der offiziellen Messung in 1h Auflösung. Für meine eigenen Messungen erhebe ich die Daten im 5 Minuten Takt. Dort stelle ich häufig während der Nacht langsam steigende PM10 Werte fest, die dann abrupt abfallen. Auch hier muss ich noch mal nachsehen, ob das abrupte Abfallen vielleicht mit einer Änderung der Windrichtung einhergeht.

Studie deutet auf Landwirtschaft als Hauptverursacher für Feinstaub hin

Seitdem  das ARD-Magazin Monitor am 17. Januar um 21:45 Uhr pünktlich zum Start der Gründe Woche über die Landwirtschaft als einen der Hauptverursacher ausgemacht hat (ca. 45%), überschlagen sich die Nachrichten.

Soweit ich bisher in Erfahrung bringen konnte, konzentriert sich bisher unveröffentlichten Studie des Mainzer Max-Planck-Instituts für Chemie auf eine Abschätzung der Menge an Todesfällen, die durch erhöhte Feinstaubbelastung verursacht werden. Vemutlich handelt es sich dabei um eine Metastudie, die sich laut Monitor auf 40 internationale Untersuchungen aus 16 Ländern stützt. So ist wohl für 120.000 vorzeitige Todesfälle Feinstaub eine mögliche Ursache. Leiter der Studie ist  Prof. Jos Lelieveld. Statistisch kann man diese Werte dann auf den Durchschnittstsbürger umrechnen, was bedeutet, das dieser durchschnittlich 2,5 Lebensjahre durch Luftverschmutzung verliert. Wenn man davon ausgeht das in Oldenburg und Umgebung die Luftverschmutzung höher als in anderen Regionen ist (Darum sind muss ja Oldenburg auch Maßnahmen ergreifen), werden vermutlich statistisch Oldenburger im Durschnitt mehr als 2,5 Lebensjahre verlieren.

Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Joachim Rukwied, sagt: „die Hochrechnungen seien hochgradig unseriös und schlicht unmoralisch“. Ob und wie er diese Aussage begründet, habe ich noch nicht herausgefunden.

Aus Gülle entweicht Ammoniak (NH3) welches durch chemische Prozesse in der Luft u.a. in Feinstaub umgewandlt wird, dieser verteilt sich dann mit dem Wind. 663.000 Tonnen Ammoniak wurden laut Umweltbundesamt 2016 in Deutschland freigesetzt. Etwa 95 Prozent davon aus der Landwirtschaft. Laut dem Monitorbericht hat Deutschland in einer internationalen Vereinbarung schon 2001 versprochen, ab 2010 nicht mehr als 550.000 Tonnen Ammoniak pro Jahr zu emittieren. Der Ammoniakausstoß der Landwirtschaft ist aber seit 1991 durchgehend stabil um die 650.000 Tonnen.

Für mich werden mit diesen Berichten meine früheren Mutmaßungen bestätigt. Bald darf wieder gedüngt werden und die Luftmessstation in Oldenburg wird wieder Grenzwertüberschreitungen vermelden. Bösel im Landkreis Cloppenburg liegt im Zentrum des Schweinegürtels. Vielleicht kann ich ja einen versetzten Einzug des Feinstaubs messen. Für Bösel bräuchte es dann allerdings Wind aus Südwest.

Auch die NWZ nimmt sich in einem Artikel dem Thema an.